
Pferdeführung
Pferdeführung von Tuire Lampila
Der ersten Vernissage bel KUNSTRUIMTE BERLIN vorausgehend initiierte Tuire Lampila eine “Pferdeführung”. Um 2 Uhr nachts bricht sie mit zwei Pferden und geladenen Gästen auf vom Stadtbezirk Mitte zum Stadtbezirk Prenzlauer Berg und zurück. Die Pferde tragen einen fluoreszierenden ledernen Schmuck auf ihren Rücken, der in seiner Form den Plan der zurückliegenden Route darstellt. Dreimal gehen die Pferde getrennte Wege, um ein imaginäres Netzwerk zu zeichnen. Tuire Lampila entwickelt neben ihrer bildhauerischen Arbeit Konzepte für Aktionen, in denen sie sich mit mythologischen bzw. historischen Begebenheiten und deren Übertragbarkeit in die heutige Zeit beschäftigt.

Tuire Lampila – Pferdeführung
Performance, Berlin, 20.–21. September 1996
Im Rahmen der Eröffnung der Galerie Kunstruimte Berlin in der Sophienstraße 18 führte die finnische Künstlerin Tuire Lampila gemeinsam mit zwei Pferden eine Prozession durch die Stadt durch. Die Route verband symbolisch die neue Galerie im Hof der Sophiensäle mit der Bar St. Kilda / Tripsdrill im Prenzlauer Berg – zwei Orte der damaligen Berliner Kunst- und Nachtszene. In ruhigem Tempo, zugleich skulptural und performativ, inszenierte Lampila eine Bewegung zwischen öffentlichem Raum und künstlerischem Terrain – ein poetisches Ritual der Eröffnung und Rückkehr.

